Sitzungsberichte
Aus der Sitzung des Abwasserzweckverbandes „Unteres Kochertal“ vom 03.05.2018
icon.crdate15.06.2018
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Feststellung der Jahresrechnung 2017
Verbandsrechner Herr Ott erläutert die wesentlichen Kennzahlen und Sachverhalte des Abschlussberichts. Es wurden 2,4 Mio. m³ Abwasser auf der Kläranlage behandelt. Insgesamt wurden 10.066 m³ Klärschlamm zur Verbrennung abgefahren. Die Mehrkosten beim Materialaufwand und beim Gasbezug konnten durch die Minderausgaben beim Strombezug, Kanalspülgut und Schlammbeseitigung kompensiert werden, so dass sich bei den Betriebskosten sogar noch eine Ersparnis von rd. 169.000 € ergab. Die Investitionen schlugen mit rd. 107.000 € zu Buche, was hauptsächlich die Restarbeiten auf der Kläranlage betraf.
Die Mitarbeiter auf der Kläranlage arbeiten mit vorbildlichem Engagement. Verbandsvorsitzender Norbert Heuser sprach dafür seinen Dank aus.
Baumaßnahmen und Investitionen
a. Erneuerung der Hebeschnecken im Pumpwerk Kochertürn
Bei einer Wartung hat sich gezeigt, dass eine der beiden Hebeschnecken gerissen bzw. gebrochen ist. Bei der zweiten Schnecke ist ebenfalls ein Defekt zu vermuten. Beide Schnecken müssen nun aus dem Pumpwerk herausgeholt und zur Begutachtung zur Firma Kuhn nach Höpfingen gebracht werden. Auf Basis des Gutachtens wird dann die weitere Vorgehensweise besprochen.
b. Regenüberlaufbecken RÜB Kochersteinsfeld (KS 1)
Das RÜB KS 1 befindet sich am Ortsausgang Kochersteinsfeld an der Straße/Abzweigung Richtung Gochsen. Die Verbandsverwaltung beabsichtigt in dieses Regenüberlaufbecken zwei Rührwerke einzubauen. Die Rührwerke sollten das ankommende und teilweise auch stehende Abwasser homogenisieren. Dadurch würden sich die Korrosion von Anlageteilen, der Verschleiß der Betonteile und damit Unterhaltungsarbeiten (auch durch das Betriebspersonal) sehr stark reduzieren lassen.
c. Automatisierter Abzug von Schwimmschlamm und Fett aus dem Schwimmschlammbecken
Im Vorklärbecken wird der Schwimmschlamm von der Vorklärung über eine Rinne in ein internes Pumpwerk geführt und von dort aus wieder in den Zulauf der Kläranlage. Die Rinne selbst hat ein derartig flaches Gefälle, dass eine Pumpe installiert werden musste, die in gewissen Zeitabständen den Schlamm in Richtung internes Pumpwerk spült. Die Pumpe im internen Pumpwerk wird über einen Schwimmer gesteuert. Das Klärpersonal hat in Eigenregie eine Lösung erarbeitet. Es handelt sich hierbei um ein Provisorium, das von Weber-Ingenieure begutachtet wurde und nun planerisch umgesetzt wurde, damit aus dem Provisorium eine Festeinrichtung wird.
d. Änderung der Kransituation in der Maschinenhalle der Kläranlage
Um die Wartung der Zentrifuge in der Maschinenhalle durchführen zu können, muss sie mittels Kran vom Podest auf den Boden der Maschinenhalle verbracht werden. Mit der derzeitigen Konstruktion bzw. Anordnung der Maschinen in der Maschinenhalle ist dies nicht möglich. Die vorhandene Krananlage kann wegen fehlendem Platz und damit fehlenden Sicherheitsabständen nicht genutzt werden. Weber-Ingenieure hat nun drei Varianten ausgearbeitet, die es ermöglichen die Zentrifugen warten zu können.
Die Verwaltung wurde im Rahmen der Beratung ermächtigt, die günstigste Maßnahme, die den Unfallverhütungsvorschriften entspricht, umzusetzen. Der konkrete Umsetzungs- vorschlag des Ingenieurbüros steht noch aus.
Änderungen der Verbandssatzung
Im Rahmen der Sitzung am 14. November 2017 wurde der Verbandsversammlung der Bericht der Gemeindeprüfungsanstalt Baden-Württemberg über die Allgemeine Finanzprüfung 2011 bis 2015 bekannt gegeben. Einige Punkte haben eine Änderung der Verbandssatzung zur Folge.
