Sitzungsberichte: Stadt Neuenstadt am Kocher

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Torturm und Dekanat im Frühling

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Sitzungsberichte

Aus der Sitzung des Gemeinderates vom 13.10.2008

icon.crdate20.10.2008

Lesen Sie hier mehr darüber.

Energiebericht 2004-2007

Der Energiebericht 2004-2007 wurde von Herr Landenberger von der EnBW in der Sitzung vorgestellt. Untersucht wurden die Schulen, Sport- und Festhallen, die Kindergärten, das Rathaus, die Museen, das Notariat, das Dr. Carl-Möricke Altenstift, die Straßenbeleuchtung, die Feuerwehr und Einrichtungen der Stadtwerke.

Seit dem letzten Energiebericht vor 10 Jahren sind einige neue Objekte hinzugekommen. Die Stadt hat in den letzten Jahren viel in die Energieeinsparung investiert. Bei den Kindergärten, wird deutlich, dass trotz größerer Flächen niedrigere Verbrauchwerte vorliegen. Mithilfe der Hausmeister, den Nutzern und dem Gebäudemanagementsoll dies noch optimiert werden.

Bei den übrigen Gebäuden hat sich ein ähnliches Ergebnis wie bei den Kindergärten gezeigt. Auch im Vergleich mit den der EnBW vorliegenden Gebäudewerten anderer Gemeinden steht die Stadt gut im unteren Verbrauchsbereich.

Ein Ausreißer nach oben ist das 1954 erbaute Rathaus.Die Wärmedämmung der Fassade und die Erneuerung der Fenster sind aber schwierig und teuer. Es ist bekannt, dass Handlungsbedarf besteht. Aufgrund anderer wichtigerer Vorhaben wird die anstehende Sanierung aber zurückgestellt. Sehr erfreulich ist dass trotz eines Ausbaus der öffentlichen Gebäude der Wärmeverbrauch um 7 %, der Stromverbrauch und der Wasserverbrauch um 5 % zurückgegangen sind.

Die Ergebnisse des Berichts werden in den kommenden Monaten mit den Nutzern, den Hausmeistern und dem Energiesparbeauftragten besprochen. Ziel ist es den eingeschlagenen Weg weiterzugehen.

Bebauungsplan Daistler II - 5. Änderung mit örtlichen Bauvorschriften
Bei der Änderung des Bebauungsplans handelt es sich nicht um die Ausweisung eines Neubaugebietes, sondern um den Abschluss des Anfang der 90er Jahre erschlossenen Baugebietes. Ziel ist es den „Berliner Ring“ zu schließen und den Bauinteressenten Grundstücke entsprechend ihrem Bedarf anzubieten. Dazu gehört neben weniger Bauvorschriften, eine kompaktere Grundstücksgröße (400 – 600 qm) und vor allem die Sicherheit, dass es sich um kein „Geschosswohnungsbaugebiet“ handelt. Um dies zu erreichen wird im Bebauungsplan die Anzahl der Wohnungen begrenzt. Mit dem geplanten zusätzlichen Anschluss an die L 1095in Richtung Neckarsulm wird sich auch die Erschließung des Gebietes deutlich verbessern. Dies ist dann auch die Voraussetzung eine attraktive Busanbindung einzurichten.

Innerhalb der Auslegungsfrist haben einige Behörden keine Stellungnahme abgegeben oder keine Anregungen oder Bedenken vorgebracht. Das Gremium geht daher davon aus, dass die Interessen durch die Festsetzungen des Bebauungsplanes „Daistler II – 5. Änderung“ nicht berührt sind. Andere Träger öffentlicher Belange und Privatpersonen habenAnregungen und Bedenken vorgebracht. Diese wurden in der Sitzung erörtert und abgewogen. Anschließend hat der Gemeinderat über die Anregungen und Bedenken abgestimmt.Auf Grund der gefassten Beschlüsse beschlossen die Mitglieder des Gemeinderates die Änderung des Bebauungsplanvorentwurfes „Daistler II – 5. Änderung, der örtlichen Bauvorschriften und die Änderung der Begründung.

Die Mitglieder des Gemeinderates stellten den Bebauungsplan, die örtlichen Bauvorschriften und die Begründung jeweils mit Datum 28.07.2008/ 13.10.2008 im Entwurf fest.

Die Verwaltung wurde beauftragt auf Grund des geänderten Planentwurfes, der geänderten örtlichen Bauvorschriften und der geänderten Begründung die öffentliche Auslegung durchzuführen.

Neubau eines Wasserhochbehälters in Bürg
Der Gemeinderat hat Ende 2007 beschlossen, den Hochbehälter Bürg mit Priorität vor der Erweiterung des Hochbehälters Schänzle anzugehen. Der Planungsauftrag bis einschließlich Entwurfsfertigung wurde vom Betriebsausschuss am 14. April 2008 der RBS Wave erteilt. Herr Schreiber von der RBS Wave hat das Projekt in der Sitzung vorgestellt.

Die ergänzenden Variantenuntersuchungen vom Juni 2008 haben ergeben, dass der Behälter Bürg nur für den Bedarf Bürg zu bauen ist und nicht so groß, dass auf die Erweiterung des Hochbehälters Schänzle verzichtbar wäre. Dem hat der Betriebsausschuss am 30. Juni 2008 zugestimmt.

Über die Planung wird der Ortschaftsrat Bürg am 04.11.2008 informiert. RBS Wave wird das Baugesuch und die weitere Ausführungsplanung fertigen. Es ist an eine frühzeitige Ausschreibung und Bauausführung gedacht.

Der Gemeinderat beschließt folgendes Vorgehen beim Neubau eines Wasserhochbehälters in Bürg:


1. Der Planung und Kostenberechnung vom 09. September 2008 wird im Grundsatz zugestimmt mit netto

a) 1.520.000 € für die Wasserversorgung und einem Vorbehalt für die Druckerhöhung

b)50.000 € für die Gasversorgung


2. Es wurde zur Kenntnis genommen, dass ein Landeszuschuss aktuell nicht zu erhalten ist.


3. Die Erweiterung des Hochbehälters Bürg wird im Jahr 2009 ohne Förderung für Kosten von rund 700.000 € angegangen.


4. Die übrigen Maßnahmen werden bis zu einer möglichen Förderung zurückgestellt und vorerst nicht weiter planerisch beauftragt.


Für die Ausführungsplanung des Hochbehälters wurden festgelegt, dass das Behältervolumen 400 m³ beträgt, das Dach als Satteldach mit Ziegeldeckung ausgeführt und mit einer PV-Anlage ausgestattet wird. Die Fassade wird mit Muschelkalksteinen verblendet und eine Druckerhöhungsanlage für den Hösselinshof ist nachrüstbar vorzusehen.

Ausbau der Schulsozialarbeit und der Ganztagsbetreuung
Der Ausbau der Ganztagsbetreuung an der Helmbundschule und der Aufbau am Eduard-Mörike-Gymnasium erfordern weitere personelle Kapazitäten. Beim Ausbau ist die Unterstützung durch Schulsozialarbeit eine von mehreren Möglichkeiten. Die Kosten für eine weitere Ganztagsstelle belaufen sich auf51.000 €. Sollte der Landkreis einen Zuschuss von 15.000 € gewähren, verblieben36.000 € zu finanzieren. In Absprache mit den Schulen und dem Kreissozialamt wurde folgende Zuordnung gefunden:

Schulträger

Schule

Stellenanteil

Kostenanteil

Stadt

Grundschulen/
Förderschule

0,25

9.000 €

Stadt

EMG

0,50

18.000 €

HRSV

Helmbundschule

0,25

9.000 €

Gesamt

1,00

36.000 €


Eine gewisse Flexibilität im Einsatz wurde auchvomVerwaltungsausschuss bekräftigt. Der Schwerpunkt bei der Stelle liegt bei der Schulsozialarbeit und nicht bei der Ganztagesbetreuung.


Der Gemeinderat hat beschlossen die Schulsozialarbeit um eine weitere Kraft aufgestockt wird. Die neue Stelle wird den städtischen Schulen mit 0,75 und der Verbandsschule mit 0,25 Anteilen einer Ganztagsstelle zugeordnet.Die Verwaltung wurde beauftragt, eine Gebührenregelung für die Ganztagsbetreuung bis zur Einstellung des weiteren Sozialarbeiters auszuarbeiten.

Betreuungsangebote an den Grundschulen
Für die Grundschulbetreuung gilt der Beschluss des Gemeinderates, dass die Kosten nach den Anlaufjahren gedeckt sein müssen. Dies wurde für die Jahre 2004 bis 2006 auch erreicht.Im Jahr 2007 ist aber ein Zuschussbedarf entstanden. Für das Jahr 2008 wird dies wohl nicht anders. Ursachen sind im Wesentlichen die Kosten einer zweiten Fachkraft für die zweite Gruppe in Neuenstadt und die neue Gruppe in Stein. Für diese Gruppe gibt es keinen Landeszuschuss. Der Gemeinderat beschließt den Kostendeckungsbeschluss aufzuheben und will zukünftig jährlich über den Zuschussbedarf informiert werden um rechtzeitig eine neue Gebührenregelung zu finden.

Entschädigungssatzung der Freiwilligen Feuerwehr
Der Gemeinderat beschließt einstimmig die Aufwandsentschädigung für Feuerwehrangehörige auf 8,70 € festzulegen. Die Entschädigung wird auch gezahlt, wenn kein Verdienstausfall vorliegt.

Satzung über Kostenersatzpflicht für Leistungen der Freiwilligen Feuerwehr
Die Anpassung der Satzung wurde notwendig, da es bisher für das neue HLF 20/16 und das Lüfterfahrzeug noch keine Kostenersätze in der Satzung gab.

Änderung der Hundesteuersatzung
Die Hundesteuer ist eine Aufwandssteuer. Daher waren bisher Hunde befreit, die ausschließlich für die Erzielung von Einnahmen dienten. In der Praxis ergab sich aber häufig bei landwirtschaftlichen Betrieben das Problem, dass die Hundehaltung dort nicht ausschließlich der Erzielung von Einnahmen zuzuordnen ist. Um dies zu belegen, musste von den Landwirten der Nachweis erbracht werden, dass alle Ausgaben der Hundehaltung als „betrieblich bedingt“ anerkannt sind.

Dies führt regelmäßig zu Problemen bei der Beurteilung der Anträge. Wenn ein „Wachhund“ in der Landwirtschaft anerkannt wird, und auf dem gleichen Grundstück sich auch das Wohnhaus befindet, ist die Hundehaltung nicht mehr ausschließlich der Einnahmeerzielung zuzuschreiben.

Daher hat der Gemeindetag Baden-Württemberg seinen Mitgliedsgemeinden empfohlen die Satzung dahingehend zu ändern, dass bei der kleinen Zahl der betroffenen Landwirte der Hundesteuersatz um die Hälfte des vollen Steuersatzes reduziert wird. Der Gemeinderat hat daraufhin die entsprechende Satzungsänderung einstimmig beschlossen.

Vergabe des Auftrags der Endabrechnung Stadtkernsanierung „Nord I“
Das Sanierungsgebiet „Stadtkern Nord I“ wurde im Jahr 1996 in das Landessanierungsprogramm aufgenommen und läuft noch zum 31.12.2008. Das Regierungspräsidium Stuttgart hat eine Verlängerung des Sanierungszeitraums bis 31.03.09 in Aussicht gestellt, damit der städtebauliche Wettbewerb für die Gestaltung der Hauptstraße im Rahmen des Sanierungsprogramms vollständig abgerechnet werden kann.
Nach dem derzeitigen Zeitplan ist vorgesehen mit der Umgestaltung der Hauptstraße im Jahr 2010 zu beginnen. Die dafür notwendige Ausführungsplanung soll im Jahr 2009 erstellt werden. Damit die Ausführungsplanung sowie die Gestaltung der Hauptstraße im Rahmen der Sanierung gefördert werden kann, muss nach Ablauf des Sanierungszeitraumes für das Gebiet „Stadtkern Nord I“ die „frei gewordene Fläche“ wieder in das Sanierungsförderprogramm aufgenommen werden. Dies soll durch die Ausdehnung des vorhandenen Sanierungsgebiets „Nord II“ erfolgen.

Die Einhaltung dieses sehr straffen Zeitplanesist aber nur möglich wenn das Sanierungsgebiet „Nord I“ zügig abgerechnet istund die Abrechnung vom Land Baden-Württemberg geprüft und zeitnah akzeptiert wird. Dies ist nur möglich, wenn die Abrechnung durch den Sanierungsträger erfolgt, da sich dann der Prüfungs- und Zeitaufwand des Regierungspräsidiums reduziert.

Die STEG hat für die Erstellung der Abrechnung „Stadtkern Nord I“ ein Angebot über 25.300,- € erstellt. Die Mitglieder des Gemeinderates stimmten der Vergabe des Auftrags zur Abrechnung des Sanierungsgebiets „Stadtkern Nord I“ an die STEG zu.

Contracting bei der Straßenbeleuchtung
Am 14. April 2008 hat der Betriebsausschuss beschlossen, im Wege des Contracting, 36.000 € für den sofortigen Austausch von 543 alten Lampen der Straßenbeleuchtung im Jahr 2008 bereitzustellen. Die Refinanzierung sollte über 4 Jahre durch die Energieeinsparung erfolgen. Die damit verbundene Kosteneinsparung ist beträchtlich. Das Bauamt die Lampenanzahl ermittelt und den Austauschlampentyp festgelegt. Es handelt sich um nur 401 statt 543 Lampen, wobei die Stromersparnis dennoch 108.800 kWh/Jahr (113.800 kWh) unddie Kostenersparnis 15.200 €/Jahr (15.900 €/Jahr) bei 0,14 Cent/kWh ausmacht (Ermittlung der EnBW).

Die Entscheidung, ob ein Komplettaustausch oder nur ein Glaswechsel erfolgt, ist vom Zustand der Leuchten abhängig. Der Gemeinderat hat daher beschlossen im Wirtschaftsplannachtrag 50.000 € bereitzustellen.

Erster Nachtrag und Nachtragssatzung des Kämmereihaushalts 2008
Dieser Nachtrag wird nicht aus gesetzlicher Verpflichtung erstellt, da der Haushaltsausgleich nicht gefährdet ist. Vielmehr wurden die zahlreichen Veränderungen eingearbeitet die der laufende Haushalt 2008 bislang erfahren hat. Der Nachtrag schafft damit wieder Übersichtlichkeit und ist eine sichere Grundlage für die beginnende Planerstellung 2009.
Bürgermeister Norbert Heuser betont, dass mit einem Gesamtvolumen von 35 Millionen Euro dieser Nachtrag für viele Jahre einzigartig bleiben wird.

Verwaltungshaushalt

Die Gewerbesteuer (2.800.000 €) hält nur knapp den Planwert, aber die Einkommenssteuer und die Grundsteuer legen zu. An der guten Finanzlage des Kreises profitiert die Stadt über die Senkung der Kreisumlage und ihre eigene gute Kassenlage lässt die Habenzinsen wachsen. Rund 400.000 € Mehreinnahmen machen diese Verbesserungen aus.

Aber es gibt auch Verschlechterungen, zu denen in allererster Linie die Unwetterschadens-beseitigung vom 30.05.2008 mit rund 150.000 € zählt. Weitere Mehrkosten fallen bei laufenden Projekten, zusätzlich beschlossene Unterhaltungsmaßnahmen sowie einmaligen Kosten(Umstellung der Gebäudereinigung,Organisationsgutachten, Feldwegkataster) an und zehren dierund 230.000 € Verbesserungen komplett wieder auf. Dazu fordert der GIK-Verband eine höhere Betriebskostenumlage mit rd. 270.000 €, so dass im Ergebnis die Mehrausgaben die Mehreinnahmen um 134.000 € übertreffen.

Die Zuführungsrate an den Vermögenshaushalt sinkt daher um diese 0,134 Mio. € auf 2,766 Mio. €, was immer noch ein stolzer Betrag ist.

Vermögenshaushalt
Grundstücksverkaufserlöse von über 10 Mio. € kennzeichnen den Vermögenshaushalt als gewiss einmalig und ganz besonders. Auch wenn 2,5 Mio. € an die beiden Mitverbandsgemeinden abfließen, verzeichnet die Stadt doch einen immensen Mittelzuwachs. In die Resterschließung des GIK- Gebietes sind dafür aber gleich wieder 0,45 Mio. € zu investieren. Bei den übrigen zusätzlichen Investitionen geizt die Stadt in 2008 nicht und stellt

250.000 € bereit für den Ersatz der mobilen Schulräume,

260.000 € für den Komplex Dr. Carl-Möricke-Altenstift,

160.000 € für Unwetter- und Hochwasserschutz,

480.000 € für zusätzlichen Bodenvorratsgrunderwerb.


Eine Vielzahl von Beschaffungen (Gebäudereinigung, Feuerwehr, Kindergärten, Schulen, Bauamt, Bauhof, Kelter) und einige Mehrkosten bei laufenden Projekten schrauben die Summe der Mehrausgaben im Nachtrag auf 3,2 Mio. € hoch.


Trotz der zusätzlichen Investitionen werden 2,1 Millionen an Schulden getilgt. Durch diese Sondertilgung halbiert die Stadt ihre Kämmereihaushaltschulden auf 1,7 Millionen Euro. Der allgemeinen Rücklage werden 550.000 € zugeführt.

Vermögens- und Schuldenlage
Die Allgemeine Rücklage hat zum 31. Dezember 2008 einen planmäßigen Stand von 2,9 Mio. €; die Kreditmarktschulden belaufen sich auf nur noch 1,7 Mio. €. Damit wäre es möglich alle Schulden zu tilgen.

Fazit

Die Stadt könnte sich bei ihrem Rücklagenstandkomplett entschulden, was aber nicht klug wäre, weil die Zinsentwicklung höhere Habenzinsen aus sicheren Festgeldanlagen ermöglicht, als Sollzinsen für die günstigen Kredite zu zahlen sind.

Welchen Weg die Stadt in einer kurzen Zeit von nur 4 Jahren zurückgelegt hat, zeigt ein Blick in den Haushalt 2005 und dessen Finanzplanung. Dort war für Ende 2008 eine Verschuldung von 8 Mio. € (!) erwartet worden und eine Rücklage auf dem gesetzlichenMindestbestand.

Ohne irgendwelche Abstriche an ihrem beachtlichen Investitionsprogramm (Ganztagsbetreuung, Schulsporthalle, Altenstift-Anbau u .a.) hat die Stadt – freilich auch mit Zuschusshilfe des Landes und Landkreises – in den beginnenden wirtschaftlichen Aufschwung hineinfinanziert und einen großen Sprung gewagt. Das Risiko war beträchtlich, aber mit dem Grundvermögen als Polster im Rücken durfte sie für ihre Millionenprojekte auf eine „weiche Landung“ hoffen. Die Hoffnung war nicht vergebens, auch weil sie getragen war von ununterbrochenen Vermarktungsanstrengungen – eigenen wie denen des GIK-Verbandes. Dafür gilt es den Verantwortlichen Dank zu sagen.

Erster Nachtrag zum Wirtschaftsplan der Stadtwerke 2008

Erfolgsplan:

Das Planvolumen erhöht sich zwar auf 4,4 Millionen €, aber das Ergebnis verschlechtert sich um 111.400 € vor allem, weil die Stadtwerke die Gaspreiserhöhungen nicht vollständig weitergegeben haben. Das Jahresergebnis ermöglicht es trotzdem, die Konzessionsabgabe in voller Höhe zu erwirtschaften.
Beim Unternehmensbereich Contracting/ Beteiligungen steht eine höhere Dividende bei den EnBW - Aktien an, die ergebnisneutral der Rücklage zugeführt wird. Zusätzlich aufgenommen wurden die zweite Lüftungsanlage in der Helmbundhalle, der vorgezogene Austausch von Quecksilberdampflampen der Straßenbeleuchtung und Mittel für ein Energieversorgungskonzept.
Beim Gas-Vertrieb führen Absatzminderungen um erwartete rd. Mio. 1,2 kWh und die Erhöhungen der Gasbezugspreise um fast 2,0 Cent/kWh zu geringeren Einnahmen und erhöhten Ausgaben. Trotz der Erhöhung der Gastarife zum 01.09.2008 bleibt ein Defizit. Beim Gasnetz entstehen niedrigere Kosten weil die Gasrohrnetzüberprüfung positiv war und nur wenige Gasrohrbrüche beseitigt werden mussten.
Die Wasserversorgung lässt keine wesentlichen Veränderungen bei Bezug, Förderung und Verteilung des Wassers erwarten.


Vermögensplan:

Die Summe der Investitionen nimmt effektiv nur geringfügig von 1.459.300 € auf 1.590.100 € zu, hauptsächlich wegen der Kosten der Blockheizkraftwerke, die beide in 2008 zu Buche schlagen.

Die Investitionen erhöhen bzw. vermindern sich um die bereits beschlossenen Maßnahmen:

Beteiligung/Contracting um 248.700 €

Gasversorgung - Netz um ./. 69.800 €

Wasserversorgung um ./. 19.400 €

Saldo-Erhöhung um 159.500 €

Die weitere Erhöhung des Volumens auf 3,6 Millionen € hat finanzwirtschaftliche Ursachen. ( Übernahme eines Darlehens von der Stadt und Übertragung eines Rücklagebestandes auf die Stadt mit2,0 Mio. €.)


Ergebnis:

Der Nachtragsplan schließt insgesamt mit einer verschlechterten Ertragslage von 36.400 €. Im operativen Bereich allerdings geht der Ertrag sogar um 111.400 € zurück.

Der Abbau der Schulden erfolgt wie geplant um 327.500 € auf 265.900 €. Letzterer Betrag wird im Februar 2009 zur Gänze getilgt. Die Kreditübernahme von der Stadt füllt die Kassenmittel der Werke wieder auf, kompensiert den Mittelabfluss durch den HB-Bau Bürg und hält die Investitionsfähigkeit aufrecht.

Gemeinderatswahlen 2009
Am 07. Juni 2009 finden in Baden – Württemberg die nächsten Gemeinderatswahlen statt. In Vorbereitung dieser Kommunalwahl, insbesondere für die Aufstellung der Wahlvorschläge, gilt es, die maßgebende Sitzzahl und die Verteilung auf die einzelnen Wohnbezirke der Stadt festzulegen.

In Neuenstadt kann die Zahl der Gemeinderäte zwischen 14 und 22 Sitze festgelegt werden. Maßgebend für die Sitzverteilung ist die Einwohnerzahl am 30.09.2007.

Die Verwaltung hat Berechnungen für sämtliche möglichen Sitzverteilungen sowie eine rechtliche Wertung vorgenommen und dem Gemeinderat in seiner Sitzung am 21.07.2008 vorgelegt.

Bei der Berechnung, der auf die einzelnen Wohnbezirke entfallenden Sitze, ist von der Einwohnerzahl, auf die in der Gesamtstadt ein Sitz entfällt, sowie den danach für die einzelnen Sitzzahlen erforderlichen Einwohnerzahlen auszugehen. Für jeden Wohnbezirk ist die Abweichung der tatsächlichen Einwohnerzahl von der Richtzahl zu berechnen. Dabei sollte die Abweichung so gering wie möglich sein. Ab einer Abweichung von über 20 % wird es rechtlich bedenklich.


Ferner sind bei der Sitzfestlegung die örtlichen Gegebenheiten und die Bestimmungen der Eingliederungsvereinbarungen zu berücksichtigen.

Die Vergleichsberechnungen sowie die örtlichen Gegebenheiten zeigen auf, dass eine Festlegung der Sitzzahl auf 20 Gemeinderäte empfohlen wird.


Demnach würde sich folgende Sitzverteilung auf die einzelnen Wohnbezirke ergeben:


Neuenstadt a. K. 9 Sitze - wie bisher

Cleversulzbach 2 Sitze - wie bisher

Kochertürn 2 Sitze - wie bisher

Stein a. K. 5 Sitze - wie bisher

Bürg 2 Sitze - 1Sitz mehr


Der Gemeinderat hat beschlossen die Sitzzahl auf 20 Gemeinderäte festzulegen und wie beschrieben auf die einzelnen Wohnbezirke zu verteilen. Damit erhält Bürg bei der nächsten Wahl einen Sitz mehr.

Vorläufige Schadensbilanz des Unwetters am 30.Mai 2008
Das Unwetter am 30.05.2008 hat in den Ortsteilen Buchhof, Lobenbacher Hof und Stein an Wassergräben, Bauwerken, Straßen und Feldwegen schwere Schäden verursacht. Der Gemeinderat wurde die vorläufige Schadensbilanz erläutert. An außerplanmäßigen Kosten müssen durch die Stadt 200.000,- € aufgebracht werden.

Sanierung der Helmbundhalle I

Sachstandsbericht

Der Vorsitzende informierte das Gremium darüber, dass aufgrund des Wasserschadens am 01.09.2008 es zu erheblichen zeitlichen Verzögerungen bei der Sanierung der Helmbundhalle I gekommen ist. Zwischenzeitlich ist die Trocknung abgeschlossen. Es ist daher geplant, dass bis Mitte November der neue Sportboden und die Prallwandverkleidung eingebaut wird. Aufgrund der Verlegung des Sportlereingangs muss ein Baugesuch eingereicht werden.

Aktuell sind die Handwerksbetriebe bei dem Ausbaugewerken stark ausgelastet. Es ist daher sinnvoll, die Ausschreibung erst im Januar 2009 vorzunehmen. Die Arbeiten am den Umkleidekabinen könnten dann mit Beginn der Pfingstferien Ende Mai 2009 erfolgen. Bei der geplanten Vorgehensweise wäre es dann möglich, dass in der Hauptnutzungszeit der Helmbundhalle I ab Mitte November 2008 die komplette Halle den Schulen und Vereinen wieder zur Verfügung gestellt wird. Der Gemeinderat stimmt der vorgeschlagenen Vorgehensweise zu.

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