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Dr. Carl-Mörickestift

Abb.: Dieses Foto von 1865 zeigt den vorlesenden Pfarrer und Dichter Eduard Mörike (re. vorne) bei einem Besuch bei seinem Vetter, dem Apotheker und Pillenfabrikant  Dr. Karl Abraham Möricke (li.).  Der kleinen Gesellschaft gehören noch die Ehefrau des Eigentümers, Marie Möricke (hinten 2.v.li), die Dichtertochter Marie Mörike (ganz vorne), die Schwester Eduards, Klara Mörike (li. sitzend neben dem Dichter) und Marie von Schott, Nichte des Apothekers (stehend zwischen Klara und Eduard Mörike) an. Die Aufnahme wurde im Lustgarten vor einem der Wasserbassins mit Springbrunnen gemacht. Die einstmals prächtige Gartenanlage neben dem stattlichen Wohnhaus des Apothekers, des heutigen Mörickestifts, ist zwar immer noch vorhanden, hat aber leider viel von ihren früheren Attraktionen verloren.

Warum wird Möri(c)ke mal mit, mal ohne „c“ geschrieben? Der Dichter Eduard Mörike schrieb sich immer ohne „c“. Aber Dr. Karl oder Carl Abraham Möricke fügte seinem Namen als einziger der Familie ein „c“ hinzu. Diese Schreibweise blieb eine Episode. Da das Mörickestift zum Andenken an Carl Abraham gegründet wurde, schreibt sich der Name mit „c“ – im Gegensatz zum Eduard-Mörike-Gymnasium.

Abb. li: Postkarte von 1911 mit Blick auf Lindenanlage und Mörickestift (re.)

Abb. re: Schrifttafel auf der Ostseite des Mörickestifts

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