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Lindenanlage

Abb.: Postkarte mit der ältesten Stadtansicht von 1689, auf der die Linde bereits ein beachtliches Ausmaß hatte.

Die vermutlich schon bei der Gründung der Neuen Stadt vorhandene Linde, später meist die tausendjährige Linde genannt, war ein beliebtes Motiv für Künstler und Fotografen. Sie war auch das Hauptmotiv für die älteste Stadtansicht von 1689, deren Titel „Tiliae famosae“ (die berühmte Linde) lautete. Die Linde war das Wahrzeichen der Stadt, die deshalb lange Zeit Neuenstadt an der Linde genannt wurde.

Abb.: Auf dieser colorierten Postkarte von 1910 ist die beachtliche Höhe der Lindenhauptstammes erkennbar. Das Portal und die Ummauerung hatte der württembergische Herzog Christoph 1558 anlegen lassen.

Abb.: Ob die links des Eingangs eingemauerte Warntafel bereits von Anfang vorhanden war, ist nicht bekannt. Der Text lautet:

DISE LIND stEDT IN GOTS HANDT WLCHER DO NEIGED DER EIN CEYL KRICZ ODER SCHREIBT ODER EIN UNF. DER HAT EIN HAND VERLOR.

Verstanden? Hier nochmal in Klartext: Diese Linde steht in Gottes Hand, welcher da hineingeht und eine Säule ritzt oder beschreibt oder anderen Unfug macht, der verliert eine Hand.

Abb.: Auf dieser Postkarte von 1910 ist der gewaltige Umfang der Linde zu erkennen

Und nachfolgend noch eine Postkarte und eine Zeichnung mit Ansichten der Lindenanlage aus der Zeit vor dem 1. Weltkrieg.

http://www.neuenstadt.de//freizeit-tourismus/fuer-besucher/historischer-stadtrundgang/lindenanlage