Klimaschutz

Klimaschutzkonzept Neuenstadt a. K. - Informationsabend am 24.10.2018

Das Pariser Klimaschutzabkommen wurde Ende 2015 von 196 Staaten unterzeichnet. Dennoch wird Deutschland seine Klimaschutzziele für 2020 vermutlich verfehlen. Was ist zu tun?

Im Rahmen der Erstellung des Klimaschutzkonzeptes für die Stadt Neuenstadt möchte die Stadtverwaltung die Bürger einbeziehen.

Einladung

Öffentlicher Informationsabend Klimaschutz und Energiewende lokal

24. Oktober 2018
Beginn: 18:00 Uhr
Stadthalle Neuenstadt

Ist-Situation, Perspektiven und Aufgaben des Klimaschutzes und der Energiewende in Neuenstadt

  • Wo steht Neuenstadt beim Klimaschutz?
  • Warum kommunaler Klimaschutz - was können wir lokal tatsächlich erreichen?
  • Was sind Klimaschutzziele für Neuenstadt?
  • In welchen Bereichen können wir aktiv(er) werden?
  • Welchen Beitrag leisten lokale erneuerbare Energien heute und in Zukunft zur Energiewende?
  • Was können Bürger tun?
  • Was kann die Stadt tun?

Am 24. Oktober haben Teilnehmer die Gelegenheit mit Bürgermeister, Verwaltung, Mitbürgern und Gemeinderäten über das Thema zu diskutieren und Vorschläge für lokale Klimaschutzmaßnahmen zu entwickeln. 

Was Sie erwartet:

  • Einführungsvortrag kommunaler Klimaschutz
  •   Diskussion
  • Weiterentwicklung Klimaschutzmaßnahmen
  • Ausblick auf die Umsetzung
  • Ausklang, Zeit für Gespräche

„Wir sind die erste Generation, die die Folgen des Klimawandels spürt und wir sind die letzte, die etwas dagegen tun kann“. (Zitat von Barack Obama)

Kommunaler Klimaschutz

„Nationale Klimaschutzinitiative

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitä-ten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klima-schutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungsein-richtungen.“

Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes

Um die gesamtgesellschaftlich vereinbarten Klimaschutzziele zu erreichen sind vor allem die Kommunen und damit auch Neuenstadt am Kocher gefordert. Zuletzt wurde in der Gemeinderatssitzung am 11. September 2017 über das Ergebnis der „Einstiegsberatung“ durch die KEA (Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg) informiert. Dabei hat die Verwaltung den Auftrag erhalten die Ausschreibung für ein Integriertes Kli-maschutzkonzeptes zu erstellen und dieses auszuschreiben. Sehr erfreulich ist, dass die Stadt bereits am 27. September 2017 aus Mitteln der Natio-nalen Klimaschutzinitiative für die Erstellung eines Integrierten Klimaschutzkonzeptes für Neuenstadt am Kocher einen Förderbescheid erhalten hat.

Förderkennzeichen 03K06444

Laufzeit 01.10.2017 bis 31.03.2019

Unsere Stadt hat direkte und indirekte Einflussmöglichkeiten auf Energieverbrauch und die CO2-Emissionen. Die Aufgabe „kommunaler Klimaschutz“ wird normalerweise von den Kommunen wahrgenommen, weil hier ein unmittelbarer Kontakt zu den betroffenen Bürgern sowie Gewerbe und Industrie besteht. Große Kommunen haben oftmals Fach-personal und das notwendige Know-how, um ein kommunales Klimaschutzkonzept erstel-len und abarbeiten zu können. In kleineren Gemeinden treffen diese Voraussetzungen nicht zu.

Bereits in der Vergangenheit wurden mit der energetischen Sanierung von Liegenschaf-ten (u. a. Lindenschule, Helmbundhallen, Eduard-Mörike-Gymnasium, Altes Rathaus in Stein, Backhaus in Cleversulzbach, Gemeindelle Kochertürn, Stadthalle Neuenstadt) und bei den Sanierungskonzepten zur Stadtmitte und zur Effizienzsteigerung der Straßenbe-leuchtung Bausteine in Richtung einer klimagerechten Stadtentwicklung erarbeitet. Wich-tig ist auch die Abstimmung und Zusammenarbeit mit der Bürgerenergiegenossenschaft „BERN“, die die gleichen Ziele verfolgt.

Die Stadt möchte für die Weiterentwicklung und Systematisierung ihrer Energie- und Kli-maschutzaktivitäten ein Gesamtkonzept erstellen lassen. Dieses Klimaschutzkonzept soll eine systematische Übersicht über Klimaschutzmaßnahmen in allen Handlungsfeldern geben und neue langfristige Impulse für die weitere Reduktion von Energieverbrauch und CO2-Emissionen liefern.

Dazu sollen ausgehend von den Ergebnissen der Einstiegsberatung Handlungsmöglich-keiten für alle Handlungsfelder konkretisiert werden (Energetische Gebäudesanierung und energieeffizienter Neubau, Energieeffizienz in privaten Haushalten, Betrieben und kommunalen Liegenschaften, Energieversorgung, erneuerbare Energien, Mobilität, Öf-fentlichkeitsarbeit, Klimaanpassung etc.).

Dabei werden Maßnahmen sowohl auf der Nachfrageseite (Einsparpotentiale, rationelle Energieanwendung, Nutzerverhalten etc.) wie auf der Erzeugungsseite (z. B. Kraft-Wärme-Kopplung, Nahwärmenetze) berücksichtigt.

Energetische Sanierung der Hallenbeleuchtung in Neuenstadt; BMUB Förderprojekt

Im November 2016 wurde in Neuenstadt ein vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau & Reaktorsicherheit (BMUB) gefördertes Projekt zur energetischen Sanierung der Beleuchtung in der Helmbundhalle I umgesetzt.

Durch die Kombination aus dimmfähigen Leuchten und Lichtmanagement-Systemen  kann der Stromverbrauch und damit auch die CO2-Emissionen erheblich gesenkt werden.

Aufgrund der  durchgeführten Maßnahmen kann der Stromverbrauch  in der Helmbundhalle I um 108.976 kWh/Jahr senken. Dies entspricht einer Verminderung der CO2-Emissionen von 64,30 Tonnen pro Jahr oder 1.285,91 Tonnen im Zeitraum von 20 Jahren. Zugleich wird der kommunale Haushalt so um jährlich 1.701,25 Euro entlastet.  Diese Maßnahme ist auch Teil der kommunalen Klimaschutzmaßnahmen der  Stadt Neuenstadt.

Die  Kosten für die Maßnahme haben 134.175,00€ betragen. Die voraussichtliche Förderung beträgt 40.252,50 €