Stadt Aktuell

Autor: Stadt Neuenstadt
Artikel vom 11.03.2019

Vernissage der Ausstellung „Maler des Lichts“

Am vergangenen Freitag fand die Eröffnung der Ausstellung „Maler des Lichts – Otto Flechtenmacher“ im Museum im Schafstall statt. Der umfangreiche Nachlass des bereits verstorbenen Österreichers wird vom Museum Stift Stams/Tirol zur Verfügung gestellt. Insgesamt werden über 150 Ölbilder des Landschaftsmalers bis zum 12. Mai 2019 zu sehen sein.

Bei seiner Begrüßungsrede, stellte Bürgermeister Heuser kurz die Lebensgeschichte des Malers Otto Wolfgang Flechtenmacher dar, dessen Ehefrau Elisabeth ihre letzten Lebensjahre hier in Neuenstadt am Kocher verbrachte. Zahlreiche Weggefährten des Künstlers fanden den Weg ins Museum im Schaftstall. Unter dem Motto „Der Berg ruft“ lud Bürgermeister Norbert Heuser die Gäste zu einer Ausstellung der Entschleunigung ein und rief dazu auf, bei einem Rundgang die Welt Otto Flechtenmachers zu entdecken. Ein herzlicher Dank ging auch an Familie Gussmann, welche die Ausstellung angeregt, unterstützt und mitorganisiert hatte, an die Volksbank Möckmühl für die finanzielle Unterstützung und an Herrn Sawatzki für die ausgefeilte Beleuchtung und gekonnte Präsentation.

v.l.n.r. Frau Gussmann, Herr Gussmann, Bürgermeister Heuser, Mag. Erd und Museumsleiter Sawatzki
v.l.n.r. Frau Gussmann, Herr Gussmann, Bürgermeister Heuser, Mag. Erd und Museumsleiter Sawatzki

Die Kunsthistorikerin Mag. Ruth Haas erklärte in Ihrer Einführung, dass eine gute Ausstellung zwei Dinge ausmachen würden. Zum einen brauche man einen guten „Aussteller“, zum anderen Leidenschaft. Familie Gussmann habe mit ihrer Leidenschaft den Museumsleiter regelrecht „angezündet“. Ein solches Brennen, eine solche Leidenschaft, habe auch Otto Flechtenmacher seinerzeit in sich getragen. Sein Faszinosum war das schneebedeckte Hochgebirge bei Sonnenaufgang. Es ließ ihn Durchhalten, bei Wind und Wetter, bei Hitze und Kälte, selbst wenn das Farbwasser in seinen Bechern gefror. Flechtenmacher sei ein leidenschaftlicher Mann gewesen, dies zeige sich auch in seiner kräftigen Pinselführung und den gewagten Farben seiner Gemälde. Mit nachdenklichen Worten ging sie auch auf die „touristische Ausbeutung“ und Kommerzialisierung der Alpen durch den Menschen ein.

Mag. German Erd, Abt des Stiftes Stams und Schirmherr der Ausstellung freute sich, dass die Bilder nach der letzten großen Retrospektive 2005 im Museum Stift Stams in Österreich nun im besonderem Ambiente des Museums im Schafstall zu sehen sind. Die Schönheit der Berge sei erst zu Flechtenmachers Zeit erkannt worden. Die unbeschwerte Natur habe dieser in seinen Gemälden einfallsreich dargestellt. Mag. German Erd forderte die Gäste auf, beim Anblick der Landschaftsbilder über den Horizont hinaus zu sehen und das eingefangene Licht zu bestaunen.

Musikalisch umrahmt wurde der Abend von der Musikschule Neuenstadt. Lehrerin Nina Pfander und ihre drei Schülerinnen Gwendolin Füchtner, Laura Grolid und Maja Petranovic verzauberten die Gäste mit Ihren Geigen. Sie spielten diverse Stücke, unter anderem Werke von Johannes Brahms und Fritz Kreisler. Der Abend klang bei einem Imbiss inmitten der bemerkenswerten Kunstwerke aus.

Lehrerin Nina Pfander (am Klavier) von der Musikschule Neuenstadt mit ihren Schülerinnen
Lehrerin Nina Pfander (am Klavier) von der Musikschule Neuenstadt mit ihren Schülerinnen

Öffnungszeiten:
Mittwoch und Sonntag von 10.00 bis 17.00 Uhr

Führungen:
Jeden Sonntag um 11.00 Uhr und zu 4,00 € zzgl. Eintritt.
Um Anmeldung unter der Telefonnummer 07139/3924 wird gebeten.
Gruppenführungen auf Anfrage

Eintritt:
5,00 €, ermäßigt 3,00 €

Kontakt:
Museum im Schafstall
Museumsleiter Hubert Sawatzki
Cleversulzbacher Str. 10
74196 Neuenstadt a. K.
Tel. 07139/3924
E-Mail: sawatzki(@)museum-im-schafstall.de

www.museum-im-schafstall.de