Stadt Aktuell

Autor: Stadt Neuenstadt
Artikel vom 18.06.2019

Zuschüsse in 2020 für Gebäuderenovierungen, Umnutzungen, usw. aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR)

Zuschüsse in 2020 für Gebäuderenovierungen, Umnutzungen, usw. aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR)

Das Land Baden-Württemberg unterstützt mit dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) Maßnahmen, die in den Bereichen „Wohnen“, „Arbeiten“, „Grundversorgung“ und „Gemeinschaftseinrichtungen“ die Strukturen in den Gemeinden verbessern. Es sollen damit in den Gemeinden des ländlichen Raums gute Lebens- und Arbeitsbedingungen geschaffen und erhalten werden.

Wenn ein Ortsteil im Landessanierungsprogramm ist, werden in diesem Teilort keine Maßnahmen über das ELR gefördert. Neuenstadt ist mit der Maßnahme „Marktplatz“ im Sanierungsprogrammteil „Städtebaulicher Denkmalschutz (DSP)“. Damit können nur Maßnahmen in Stein a. K., Kochertürn, Bürg und Cleversulzbach Geld aus dem ELR erhalten.

2020 sind Zuwendungen beispielsweise für Maßnahmen möglich, bei denen

  • alte Scheunen zu Wohnzwecken umgebaut werden,
  • umfassende Modernisierungen erfolgen, um zeitgemäße Wohnverhältnisse zu erreichen,
  • Neubauten in Baulücken entstehen,
  • unverträgliche Gemengelagen entflochten werden.

Die Mehrwertsteuer ist in allen Förderbereichen nicht zuwendungsfähig. Keine Bewilligung erfolgt, wenn der Förderbetrag unter 5.000 € liegen würde.

Die Förderung hat, wie dieses Jahr, verstärkt die Innenentwicklung, die Belebung der Ortskerne und wohnraumbezogene Projekte im Blick. Projekte, die überwiegend nachwachsende Rohstoffe – z. B. Holz – als Baustoff einsetzen, können einen um 5 %-Punkte höhere Förderung erhalten (siehe auch Erläuterungen beim Förderschwerpunkt „Wohnen“).

Hier noch Kurzinformationen zu einzelnen Förderschwerpunkten.

Förderschwerpunkt „Wohnen“

Gefördert werden

  • die Schaffung von neuem Wohnraum innerhalb der historischen Ortslage durch Umnutzung vorhandener Gebäude,
  • die Instandsetzung leerstehender Wohngebäude,
  • ortsbildgerechte Neubauten in Baulücken,
  • energetische Sanierungsmaßnahmen an Wohngebäuden,
  • Maßnahmen, mit denen zeitgemäße Wohnverhältnisse geschaffen werden,
  • Vorhaben zur Gestaltung des Wohnumfeldes

Reine Schönheitsreparaturen für sich allein sind nicht förderfähig; die Modernisierung muss umfassend sein und es müssen sich dadurch die Wohnverhältnisse spürbar verbessern. Die Kosten für Grunderwerb, bzw. bei Gebäuden der Bodenwert und für Mietwohnungen in Neubauvorhaben werden ebenfalls nicht gefördert. Die Förderung liegt bei 30 (35) Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, bei Umnutzung beträgt sie maximal 50.000 (55.000) Euro pro neu entstehender Wohnung, im Übrigen maximal 20.000 (25.000) Euro pro Wohnung.

Für wohnraumbezogene Projekte mit überwiegend Kohlendioxid bindenden Baustoffen in der Tragwerkskonstruktion gelten die in Klammer gesetzten Beträge.

Förderfähig sind sowohl durch den Antragssteller oder Verwandte ersten und zweiten Grades eigengenutzte Wohnungen bei Umnutzungen, Modernisierungen und Neubauten als auch Mietwohnungen zur Fremdnutzung bei Umnutzungen und Modernisierungen. Nicht gefördert werden Mietwohnungen zur Fremdnutzung in Neubauten. Bei sanierten Wohnungen zur Vermietung gelten ab zwei Wohnungen für beide Wohnungen die Fördersätze für gewerbliche Vorhaben (10 %, bei strukturell besonders bedeutsamen Projekten 15 %, max. 200.000 Euro), auch wenn es nicht direkt gewerbliche Investitionen sind.

Förderschwerpunkt „Arbeiten“

Gefördert wird die Sicherung bzw. Schaffung von Arbeitsplätzen in kleinen und mittleren Unternehmen vor allem in Verbindung mit der Entflechtung von Gemengelagen und der Reaktivierung von Gewerbebrachen. Die Förderung beträgt in der Regel 10 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, bei strukturell besonders bedeutsamen Vorhaben bis zu 15 Prozent, maximal 200.000 Euro.

Förderschwerpunkt „Grundversorgung“

Gefördert wird die Sicherung der Grundversorgung mit Waren und Dienstleistungen, insbesondere Dorfläden, Metzgereien, Bäckereien und Dorfgasthäuser. Die Förderung beträgt 20 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, max. 200.000 Euro.

Auch für dieses nächste Programmjahr bereitet die Stadtverwaltung einen Antrag vor. Für alle privaten Einzelmaßnahmen müssen dafür Planunterlagen, Beschreibungen und Kostenschätzungen bis spätestens 30. August 2019 bei der Stadtverwaltung vorliegen. Wer Maßnahmen in den vier genannten Förderbereichen plant, soll sich möglichst frühzeitig mit der Stadtverwaltung in Verbindung setzen, um

a) die notwendigen Unterlagen abklären,

b) die Maßnahme in den Förderantrag einplanen und

c) mit den übrigen Maßnahmen abstimmen zu können.

Ihr Ansprechpartner ist Michael F. Reinert, Fon 07139 / 97-42, Mail: michael.reinert(@)neuenstadt.de. Bitte melden Sie sich aufgrund der Urlaubszeit in den Sommermonaten rechtzeitig.

 

Für einen Antrag werden benötigt

  • bei Privatpersonen das Antragsformular ELR-3
  • bei zwei und mehr Wohnungen zur Vermietung das Formular ELR-5
  • bei gewerblichen Vorhaben das Formular ELR-5
  • bei Wohngebäuden die Projektbeschreibung ERL-4
  • bei Einsatz von CO2 bindenden Baustoffen das Formular ELR-9
  • bei Hochbauten eine Kostenschätzung nach DIN 276
  • eine Bildaufnahme des derzeitigen Zustands
  • Pläne, Grundrisse und Ansichten des geplanten Vorhabens
  • für die erhöhte Förderung bei überwiegender Verwendung von Kohlendioxid bindenden Baustoffen den Erhebungsbogen „Statistik der Baugenehmigungen“ (siehe https://www.statistik-bw.de/baut/servlet/LaenderServlet)

 

Die Formulare erhalten Sie von Ihrer Stadtverwaltung oder als Download bei https://rp.baden-wuerttemberg.de/Themen/Land/ELR/Seiten/ELR-Antragstellung.aspx

 

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