Stadt Aktuell
SuedLink: Information zu den Schwerlasttransporten in der Stadt Neuenstadt am Kocher
SuedLink: Information zu den Schwerlasttransporten in der Stadt Neuenstadt am Kocher
Der Übertragungsnetzbetreiber TransnetBW plant den Bau der erdverlegten Gleichstrom-Verbindung SuedLink für den Abschnitt E2 (Landesgrenze zu Bayern bis Bad Friedrichshall). Der Bau geht in Kürze in die nächste Phase:
- die Kabelschwertransporte und der Kabeleinzug sowie
- die Vermuffung der Kabel
Während der Kabelschwertransporte kann es - teilweise auch kurzfristig - zu Beeinträchtigungen wie Lärm- und Staubemissionen sowie Verkehrsbehinderungen kommen. Die Schwerlasttransporte finden nur in der Zeit von 22 Uhr bis 6 Uhr statt, um Verkehrsbeeinträchtigungen zu minimieren und die gesetzlichen Vorgaben einzuhalten.
Stammstrecke der Kabelschwertransporte
Neuenstadt am Kocher liegt auf der übergeordneten Stammstrecke für sämtliche Kabelschwertransporte aus dem Zwischenlager in Heilbronn. Die Transporte verlaufen von der A6 kommend ab der Autobahnabfahrt ‚Bretzfeld‘ über die Landstraßen in Bretzfeld (L1089, L1090), Öhringen (L1088, Westallee, L1036und Langenbrettach (L1088) bis zur Anschlussstelle auf die A81. Diese Stammstrecke wird voraussichtlich bis Frühjahr 2027 regelmäßig genutzt.
Kabelschwertransport nach Neuenstadt am Kocher
Die Kabelschwerlasttransporte für Stadt Neuenstadt am Kocher beginnen jeweils im Kabelzwischenlager in Heilbronn. Hier lagern die ca. 2 km langen Kabel, welche vom Hersteller NKT in Köln produziert werden. Ab dem Kabelzwischenlager werden die Kabel mit Schwerlastentransporten größtenteils über die Autobahn A6 bis zur Abfahrt Bretzfeld, von dort weiter über Landesstraßen und schließlich über aufgerüstete Schwerlaststraßen in den Kommunen zu den Kabelabspulstandorten auf der SuedLink Trasse transportiert. In der Stadt Neuenstadt am Kocher verläuft der Schwerlasttransport auf der L1088 von Brettach kommend über die Westallee bis zur L1088 und darüber die Industriestraße weiter zum Abspulplatz. Während dieses Zeitraums sind auch die Ortsdurchfahrten von Neuenstadt am Kocher, Kochertürn und Stein am Kocher von den Schwerlasttransporten betroffen.
Der Verlauf der Trasse, die Kabelschwerlastrouten auf der letzten Meile zu den Kabelabspulstandorten und die Standorte der Muffengruben können detailliert unter suedlink.com/id-w eingesehen werden.
Transportfahrzeuge
Das Transportfahrzeug und die Kabelspule können zusammen bis zu 179 Tonnen wiegen. Die große Anzahl der Achsen verteilt die Lasten jedoch gleichmäßig, sodass die festgelegte Achslast (12 Tonnen) eingehalten werden.
Für den Straßentransport stehen drei unterschiedliche Transportkombinationen zur Verfügung. In der Regel kommen sogenannte Kesselbrücken mit einer Länge von bis zu 42 Metern zum Einsatz. Aufgrund ihrer vergleichsweisen geringen Höhe ermöglichen sie die problemlose Durchfahrt unter den meisten Autobahnbrücken. Idealerweise erfolgt der Transport mit diesen Fahrzeugen direkt vom Kabelzwischenlager bis zum Abspulplatz.
Alternativ stehen zwei weitere Fahrzeugkombinationen zur Verfügung: Falls erforderlich, können wir von Kesselbrücken auf Plateaufahrzeuge mit einer Länge von 25 Metern umladen. Diese zeichnen sich durch eine höhere Wendigkeit aus und sind insbesondere für enge Kurvenradien geeignet. Aufgrund ihrer größeren Bauhöhe ist jedoch die Durchfahrt unter vielen Brücken nicht möglich.
Für den Transport auf der sogenannten „letzten Meile“ können ebenfalls Selbstfahrer, sogenannte Self-Propelled Modular Transporter (SPMT), eingesetzt werden. Diese verfügen über kein eigenes Fahrerhaus, sondern werden ferngesteuert bedient. Mit 10 bis 14 Achsen ausgestattet, ermöglichen sie eine hohe Manövrierfähigkeit – einschließlich Vorwärts-, Rückwärts- und Seitwärtsbewegungen – und sind in der Lage, auch größere Steigungen zu überwinden.
Auf der letzten Meile fährt der Schwerlasttransporter zu den Kabelabspulstandorten. Für die Stabilität der Zuwegungen legen wir vorübergehend asphaltierte Straßen an. Der Zustand der Straßen wird grundsätzlich vor und nach dem Transport dokumentiert. So können später mögliche Schäden durch den Transport festgehalten und repariert werden. Nach Abschluss aller Arbeiten werden die Straßen wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzt.
Kabeleinzug
Über Kabelspulen auf den Schwerlasttransportern werden die Kabel vor Ort abgespult und in die zuvor installierten Kabelschutzrohre eingezogen. Ein Kabelabspulstandort wird im Regelfall insgesamt vier Mal von einem Schwerlasttransporter angefahren, um die SuedLink-Kabel einzuziehen.
Vermuffung
Die Kabelenden werden mithilfe sogenannter Kabelmuffen verbunden. Vor dem vorgesehenen Kabeleinzug wird die Muffengrube erstellt und die Kabelleerrohranlage am Ende wieder freigelegt. In den Muffengruben werden Schutzcontainer für die Montage der Muffen aufgestellt und die Kabel nach Einzug miteinander verbunden. Anschließend wird die Erde schichtweise rückverfüllt. Die Muffen sind nach der Verlegung nicht mehr sichtbar.
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Kontakt für Rückfragen
Für Fragen und Mitteilungen zur Durchführung der bauvorbereitenden Maßnahmen stehen Mitarbeitende der TransnetBW GmbH zur Verfügung:
TransnetBW GmbH
Tel.: 0800 380 470-1
E-Mail: suedlink@transnetbw.de
www.suedlink.com
TenneT ist bei SuedLink für den nördlichen Trassenabschnitt und die Konverter in Schleswig-Holstein und Bayern zuständig. In den Zuständigkeitsbereich von TransnetBW fallen der südliche Trassenabschnitt und der Konverter in Baden-Württemberg.

