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Zuschüsse in 2023 für Gebäuderenovierungen, Umnutzungen, usw. aus den Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR)

Artikel vom 28.07.2022

Zuschüsse in 2023

Zuschüsse in 2023 für Gebäuderenovierungen, Umnutzungen, usw. aus den Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR)

Mit dem ELR hat das Land Baden-Württemberg ein umfassendes Förderangebot für die strukturelle Entwicklung ländlich geprägter Dörfer und Gemeinden geschaffen. Gefördert werden Projekte, die lebendige Ortskerne erhalten, zeitgemäßes Wohnen und Arbeiten ermöglichen, eine wohnortnahe Versorgung mit Waren und Dienstleistungen sichern sowie zukunftsfähige Arbeitsplätze schaffen. Ziel des Jahresprogramms 2023 ist, Impulse zur innerörtlichen Entwicklung und Aktivierung der Ortskerne zu setzen. Projektträger und Zuwendungsempfangende können neben den Kommunen beispielsweise auch Vereine, Unternehmen und Privatpersonen sein.

 

Wenn ein Ortsteil allerdings im Landessanierungsprogramm ist, werden in diesem Teilort keine Maßnahmen über das ELR gefördert. Neuenstadt ist mit der Maßnahme „Marktplatz“ im Sanierungsprogrammteil „Städtebaulicher Denkmalschutz (DSP)“. Damit können nur Maßnahmen in Stein, Kochertürn, Bürg und Cleversulzbach Gelder aus dem ELR erhalten.

 

Keine Förderung gibt es

  • bei den Kosten für den Anteil der Mehrwertsteuer,
  • für den Grunderwerb,
  • für Mietwohnungen in Neubauvorhaben,
  • reine Schönheitsreparaturen,
  • wenn der Förderbetrag unter 5.000 € liegt,
  • wenn mit dem Vorhaben begonnen wird, bevor man den Bewilligungsbescheid erhalten hat.
 

Wer bei Projekten überwiegend ressourcenschonende, CO2 bindende Baustoffe im Tragwerk wie z. B. Holz einsetzt, kann grundsätzlich einen Förderzuschlag von 5 %-Punkten auf den Regelfördersatz und eine erhöhte Maximalförderung bekommen, sofern dies nach beihilferechtlichen Bestimmungen möglich ist.

 

Hier noch Kurzinformationen zu einzelnen Förderschwerpunkten.

 

Förderschwerpunkt „Wohnen“

Im Förderschwerpunkt Wohnen/Innenentwicklung werden die Erhaltung und Stärkung der Ortskerne insbesondere durch Umnutzung vorhandener Bausubstanz, Maßnahmen zur Erreichung zeitgemäßer Wohnverhältnisse (umfassende Modernisierungen); innerörtliche Nachverdichtung (ortsbildprägende Neubauten in Baulücken); Verbesserung des Wohnumfeldes, Entflechtung unverträglicher Gemengelagen sowie die Neuordnung mit Baureifmachung von Grundstücken gefördert. Bei eigengenutzten wohnraumbezogenen Projekten liegt der Regelfördersatz bei 30 %. Der Höchstbetrag pro Wohneinheit beträgt grundsätzlich 20.000 € (Modernisierung/Neubau), bei Umnutzungen bis zu 50.000 €. Für den Förderschwerpunkt Wohnen/Innenentwicklung wird etwa die Hälfte der zur Verfügung stehenden Mittel im Jahresprogramm 2023 eingesetzt.

 

Gefördert werden sowohl durch den Antragssteller oder Verwandte ersten (Kinder, Eltern) und zweiten Grades (Enkel, Geschwister, Großeltern) eigengenutzte Wohnungen bei Umnutzungen, Modernisierungen und Neubauten als auch Mietwohnungen zur Fremdnutzung bei Umnutzungen und Modernisierungen (nicht in Neubauten). Bei sanierten Wohnungen zur Vermietung gelten ab zwei Wohnungen für alle nicht an Verwandte ersten und zweiten Grades vermietete Wohnungen die Fördersätze für gewerbliche Vorhaben (siehe Förderschwerpunkt „Arbeiten“), auch wenn es nicht im eigentlichen Sinne gewerbliche Investitionen sind.

 

Förderschwerpunkt „Arbeiten“

Im Förderschwerpunkt Arbeiten werden vorrangig Projekte unterstützt, die zur Entflechtung störender Gemengelagen im Ortskern beitragen. Darüber hinaus sind Projekte von kleinen und mittleren Unternehmen, die zum Erhalt der dezentralen Wirtschaftsstruktur sowie zur Sicherung und Schaffung von zukunftsfähigen Arbeitsplätzen beitragen, förderfähig. Zu beachten ist, dass ab diesem Programmjahr Neubauprojekte in diesem Förderschwerpunkt nur noch förderfähig sind, sofern die Tragwerkskonstruktion aus einem CO2-speichernden Material besteht.

 

Förderschwerpunkt „Grundversorgung“

Im Förderschwerpunkt Grundversorgung steht die Sicherung der örtlichen Grundversorgung mit Waren und Dienstleistungen des täglichen bis wöchentlichen Bedarfs im Vordergrund. Gefördert werden unter anderem Dorfgasthäuser, Dorfläden, Metzgereien, Bäckereien und Handwerksbetriebe. Zur Grundversorgung können auch Arztpraxen, Apotheken und andere Dienstleistungen im Gesundheitsbereich gehören. Investitionen von Kleinstunternehmen der Grundversorgung und für Einrichtungen für lokale Basisdienstleistungen können mit einem erhöhten Fördersatz von bis zu 30 % (ggf. 35 % bei zusätzlichem CO2-Speicherzuschlag) gefördert werden.

 

Es können nur Projekte zur Förderung vorgeschlagen werden, die zeitnah im Anschluss an die Förderentscheidung im Frühjahr 2023 umgesetzt und davor nicht begonnen worden sind.

 

Für alle privaten Einzelmaßnahmen müssen dafür Planunterlagen, Beschreibungen und Kostenschätzungen bis spätestens 5. September 2022 bei der Stadtverwaltung vorliegen. Wer Maßnahmen in den vier genannten Förderbereichen plant, soll sich möglichst frühzeitig mit der Stadtverwaltung in Verbindung setzen, um die notwendigen Unterlagen abklären zu können. Ihre Ansprechpartnerin ist Miriam Pietsch, Tel.: 07139 97-42, E-Mail: miriam.pietsch@neuenstadt.de. Bitte melden Sie sich aufgrund der Urlaubszeit möglichst frühzeitig.

 

Für einen Antrag werden benötigt

  • bei Privatpersonen das Antragsformular ELR-3
  • bei zwei und mehr Wohnungen zur Vermietung das Formular ELR-5
  • bei gewerblichen Vorhaben das Formular ELR-5
  • bei Wohngebäuden die Projektbeschreibung ELR-4
  • für die erhöhte Förderung durch Einsatz von CO2 bindenden Baustoffen das Formular ELR-9 (Der Nachweis erfolgt beim Schussverwendungsnachweis, dem der Erhebungsbogen „Statistik der Baugenehmigungen“ (siehe www.statistik-bw.de/baut/servlet/LaenderServlet) beigefügt werden muss.)
  • bei Hochbauten eine Kostenschätzung nach DIN 276
  • eine Bildaufnahme vom derzeitigen Zustands
  • Pläne, Grundrisse und Ansichten des geplanten Vorhabens
 

Weitere allgemeine Informationen über die Fördervorrausetzungen, die Förderhöhe und das Verfahren zur Antragstellung finden Sie unter mlr.baden-wuerttemberg.de/de/unsere-themen/laendlicher-raum/foerderung/elr/ oder unter Info Antragstellung bei rp.baden-wuerttemberg.de/themen/land/elr/seiten/elr-antragstellung/

 

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