Stadt Aktuell: Stadt Neuenstadt am Kocher

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Zuschüsse in 2021 für Gebäuderenovierungen, Umnutzungen, usw. aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR)

Artikel vom 24.06.2020

Mit dem ELR hat das Land Baden-Württemberg ein umfassendes Förderangebot für die strukturelle Entwicklung ländlich geprägter Dörfer und Gemeinden. Gefördert werden Projekte, die lebendige Ortskerne erhalten, zeitgemäßes Wohnen und Arbeiten ermöglichen, eine wohnortnahe Versorgung mit Waren und Dienstleistungen sichern sowie zukunftsfähige Arbeitsplätze schaffen.

Wenn ein Ortsteil allerdings im Landessanierungsprogramm ist, werden in diesem Teilort keine Maßnahmen über das ELR gefördert. Neuenstadt ist mit der Maßnahme „Marktplatz“ im Sanierungsprogrammteil „Städtebaulicher Denkmalschutz (DSP)“. Damit können nur Maßnahmen in Stein a. K., Kochertürn, Bürg und Cleversulzbach Gelder aus dem ELR erhalten.

Keine Förderung gibt es

  • bei den Kosten für den Anteil der Mehrwertsteuer,
  • für den Grunderwerb,
  • für Mietwohnungen in Neubauvorhaben,
  • reine Schönheitsreparaturen,
  • wenn der Förderbetrag unter 5.000 € liegt,
  • wenn mit dem Vorhaben begonnen wird, bevor man den Bewilligungsbescheid erhalten hat.

Die Förderung hat dieses Jahr verstärkt die Innenentwicklung, die Belebung der Ortskerne, örtliche Versorgungseinrichtungen und die Schaffung von Wohnraum im Blick. Projekte, die überwiegend nachwachsende, Kohlendioxid bindende Rohstoffe (z. B. Holz) als Baustoff einsetzen, können einen um 5 Prozentpunkte höhere Förderung erhalten (siehe auch Erläuterungen beim Förderschwerpunkt „Wohnen“).

Hier noch Kurzinformationen zu einzelnen Förderschwerpunkten.

 

Förderschwerpunkt „Wohnen“

Gefördert werden

  • die Schaffung von neuem Wohnraum innerhalb der historischen Ortslage durch Umnutzung und Aufstockung vorhandener Gebäude,
  • die Instandsetzung leerstehender Wohngebäude,
  • ortsbildgerechte Neubauten in langjährigen Baulücken,
  • Maßnahmen, mit denen durch eine umfassende Modernisierung die Wohnverhältnisse spürbar verbessert werden,
  • Verbesserung des Wohnumfeldes.

Die Förderung liegt bei 30 (35) Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, bei Umnutzung beträgt sie maximal 50.000 (55.000) Euro pro neu entstehender Wohnung, im Übrigen maximal 20.000 (25.000) Euro pro Wohnung.

Für wohnraumbezogene Projekte mit überwiegend Kohlendioxid bindenden Baustoffen in der Tragwerkskonstruktion gelten die in Klammer gesetzten Beträge.

Gefördert werden sowohl durch den Antragssteller oder Verwandte ersten (Kinder, Eltern) und zweiten Grades (Enkel, Geschwister, Großeltern) eigengenutzte Wohnungen bei Umnutzungen, Modernisierungen und Neubauten als auch Mietwohnungen zur Fremdnutzung bei Umnutzungen und Modernisierungen. Bei sanierten Wohnungen zur Vermietung gelten ab zwei Wohnungen für beide Wohnungen die Fördersätze für gewerbliche Vorhaben (siehe Förderschwerpunkt „Arbeiten“), auch wenn es nicht im eigentlichen Sinne gewerbliche Investitionen sind.

 

Förderschwerpunkt „Arbeiten“

Gefördert wird die Sicherung bzw. Schaffung von Arbeitsplätzen in kleinen und mittleren Unternehmen vor allem in Verbindung mit der Entflechtung von Gemengelagen und der Reaktivierung von Gewerbebrachen. Die Förderung beträgt in der Regel 10 (15) Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, bei strukturell besonders bedeutsamen Vorhaben bis zu 15 (20) Prozent, maximal 200.000 Euro.

 

Förderschwerpunkt „Grundversorgung“

Gefördert wird die Sicherung der Grundversorgung mit Waren und Dienstleistungen, insbesondere Dorfgasthäuser, Dorfläden, Metzgereien, Bäckereien und Handwerksbetriebe. Zur Grundversorgung können auch Arztpraxen, Apotheken und andere Dienstleistungen im Gesundheitsbereich gehören. Die Förderung beträgt 20 (25) Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, max. 200.000 Euro. Investitionen von Kleinstunternehmen der Grundversorgung und für Einrichtungen für lokale Basisdienstleistungen können mit einem erhöhten Fördersatz von bis zu 30 (35) Prozent gefördert werden.

 

Für alle privaten Einzelmaßnahmen müssen dafür Planunterlagen, Beschreibungen und Kostenschätzungen bis spätestens 31. August 2020 bei der Stadtverwaltung vorliegen. Wer Maßnahmen in den vier genannten Förderbereichen plant, sollte sich möglichst frühzeitig mit der Stadtverwaltung in Verbindung setzen, um

a) die notwendigen Unterlagen abklären,

b) die Maßnahme in den Förderantrag einplanen und

c) mit den übrigen Maßnahmen abstimmen zu können.

Ihr Ansprechpartner ist Michael F. Reinert, Telefonnr. Telefonnummer: 07139 97-42, E-Mail: michael.reinert@neuenstadt.de.
Bitte melden Sie sich aufgrund der Urlaubszeit in den Sommermonaten rechtzeitig.

Für einen Antrag werden benötigt

  • bei Privatpersonen das Antragsformular ELR-3
  • bei zwei und mehr Wohnungen zur Vermietung das Formular ELR-5
  • bei gewerblichen Vorhaben das Formular ELR-5
  • bei Wohngebäuden die Projektbeschreibung ERL-4
  • für die erhöhte Förderung durch Einsatz von CO2 bindenden Baustoffen das Formular ELR-9 (Der Nachweis erfolgt beim Schussverwendungsnachweis, dem der Erhebungsbogen „Statistik der Baugenehmigungen“ (siehe www.statistik-bw.de/baut/servlet/LaenderServlet) beigefügt werden muss.)
  • bei Hochbauten eine Kostenschätzung nach DIN 276
  • eine Bildaufnahme vom derzeitigen Zustands
  • Pläne, Grundrisse und Ansichten des geplanten Vorhabens

Die Formulare erhalten Sie von Ihrer Stadtverwaltung oder als Download bei https://rp.baden-wuerttemberg.de/Themen/Land/ELR/Seiten/ELR-Antragstellung.aspx

 

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